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REGIONALE TIPS
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Geschichtlicher Überblick: |
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Geltow wurde bereits vor über tausend Jahren urkundlich erwähnt. Bodenfunde beweisen, dass die Region rund um den Schwielowsee aber schon viel früher besiedelt war. Ihre Bewohner lebten vom Fischfang, später von der Ziegelherstellung, von der Schiffahrt und vom Obstbau. Die ausgedehnten Wälder, die Hügelketten, die zahlreichen Havelseen und der märkische Sandboden boten keine gute Lebensgrundlage für eine klassische Bauernwirtschaft. Die Bedeutung der Schwielowseeregion liegt seit etwa 500 Jahren vor allem in ihrer Lage am Rande der Residenzstädte
Berlin und Potsdam. Diese Nähe zu Politik, Geschäftigkeit und Kultur, eingebettet in unberührte Landschaften bewirkte besonders vor etwa 100 Jahren einen Ansturm der Berliner Geldleute auf unsere Gemeinden. Wer es sich leisten konnte, leistete sich eine Villa am Templiner See, am Schwielowsee, auf dem Krähenberg, auf dem Franzensberg oder einem der vielen anderen idyllischen Plätze an Wald und Wasser. Die Region kam in Mode. Durch die Anbindung an das Eisenbahnnetz und einen überaus häufigen Dampfschiffverkehr wurde diese Entwicklung noch unterstützt. In allen Orten entstanden große Ausflugsgaststätten, die vor allem zur berühmten Baumblüte im Frühjahr stets gut besucht waren. In Berlin war es in den 1920er Jahren schick geworden, eine Landpartie an den Schwielowsee zu machen. Heute lebt diese Tradition wieder auf und beschert uns jährlich unzählige Tagesgäste.
Der größte Ort dieses Quartetts ist Caputh . Sein Name wurde vor allem durch
Albert Einstein
in der Welt bekannt, denn der geniale Physiker baute sich hier 1929 sein
Sommerhaus. Schon drei Jahrhunderte zuvor waren die Preußischen Könige von der reizvollen Lage des Ortes so sehr begeistert, daß sie sich hier eine Sommerresidenz errichten ließen. Das kurfürstliche
Barockschloß ist seit September 1998 nunmehr der breiten Öffentlichkeit zugänglich und beherbergt
ein Museum.
Die ganze Schönheit der Havellandschaft kann bewundern, wer auf den Wietkiekenberg bei Ferch , den Krähenberg in Caputh
oder den Schäfereiberg bei Geltow wandert. Auch ein Ausflug per Boot wird mit herrlichen Aussichten belohnt. Eine alte Allee führt seit über hundert Jahren rund um den Schwielowsee und gewährt beim geruhsamen Befahren viele schöne Ausblicke über den See. Dabei wird der aufmerksame Besucher die eine oder andere kulturelle Besonderheit entdecken und nachempfinden können, wieso sich Dichter, Maler, Musiker und Wissenschaftler damals wie heute diese Region zu ihrem Schaffens- und Lebensraum auserwählt haben.
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Fontane und der Schwielowsee: |
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„Der Schwielow ist breit, behaglich, sonnig und hat die Gutmütigkeit aller breit angelegten Naturen“, so empfand
Theodor Fontane den Schwielowsee auf seinen berühmten
Wanderungen durch die Mark Brandenburg. In seine Ufer kuscheln sich vier „Gebilde aus Menschenhand“, wie Fontane sie bezeichnete, die drei das Amt Schwielowsee bildenden Gemeinden Caputh , Ferch u. Geltow sowie das zur Stadt Werder gehörende Petzow . Jedes ein Idyll für sich, ergeben sie zusammen ein ideales Ziel für denjenigen, der Natur sucht und auf Kultur nicht verzichten will. Aus dem nahen Potsdam kommend, passiert die Havel den Templiner See, schiebt ihr Wasser dann durch das enge
Caputher Gemünde, um sich endlich wohlig im Schwielowsee auszubreiten. Caputh liegt nun schon fast hinter ihr. Sie erfreut sich an den herrlichen Wäldern in Richtung Ferch, die zu allen Jahreszeiten zum Wandern und Verweilen einladen, fließt in großem Bogen vorbei an der alten
Fercher Fachwerkkirche und den verträumten Fischerhäusern und verläßt bei Geltow den Schwielowsee, um, wie von einem angenehmen Abstecher, auf ihren vorgegebenen Weg zurückzukehren.
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Sage: Der Nix vom Schwielowsee |
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"Sein Reich dehnte sich über den ganzen Schwielowsee aus. Das heutige Gemünde war die Grenze. Um diese Zeit wurde ein sehr schönes Mädchen beschuldigt, sie könne hexen. Mit Hilfe eines Ritters, den Sohn eines Edelmannes, gelang es ihr zu fliehen. Sie floh in die einsamen Wälder am Schwielowsee. Niemand, außer dem Ritter, wußte ihren Aufenthalt. Der Nix hätte gar zu gerne dies Mädchen für sein Reich gehabt. So sann er, wie er es fangen konnte. Einst wusch sie sich im Schwielowsee. Da zog er sie hinab in sein Reich. Als nun wieder einmal der Ritter kam, das Mädchen zu besuchen, da war es verschwunden. Er setzte sich an das Wasser und starrte trübe vor sich hin. Eine Nixe, die Mitleid mit ihm hatte, erzählte ihm, daß das Mädchen von einem Nix gefangen ist. Er freute sich, daß er diese Nachricht bekam, aber wie sollte er das Mädchen retten. Auch dafür wußte die Nixe Rat. Sie erzählte, daß das Mädchen um Mitternacht für kurze Zeit an das Ufer gehen darf. Das wäre die einzige Möglichkeit, das Mädchen zu retten. So wartete er bis Mitternacht. Da stieg es aus dem Wasser. Es sah bleich aus. Als es ihn sah, wollte er aufjauchzen. Doch er gebot Ruhe und sagte: ,Sitz schnell auf. Wir müssen die Grenze des Reiches errreichen, bevor der Nix etwas merkt.' " Max Kuntze († 18.07.1936) |
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