Der Schwielowsee, vor den Toren Potsdams gelegen, für Wassersportler und Naturliebhaber schon längst kein Geheimtipp mehr. Die vier Gemeinden Caputh, Ferch, Geltow und Petzow schmiegen sich an dessen Ufern, jedes ein Idyll für sich und bieten ein ideales Ausflugsziel.

Schiffer und Obstbauern haben in Caputh Geschichte geschrieben. Berliner und Potsdamer wussten die Region schon vor rund 100 Jahren zu schätzen, dessen Mittelpunkt das Schloss Caputh mit Park bilden. Es ist das einzig erhaltene Schloss des Großen Kurfürsten in der Potsdamer Kulturlandschaft. Der Fliesensaal, die Wohnräume der Kurfürstin Dorothea und der von Lenné entworfene Landschaftsgarten sind besondere Kleinode. Schräg gegenüber dem Schloss befindet sich die Dorfkirche aus dem 19. Jahrhundert, die im Stile einer italienischen Basilika errichtet wurde. Auch das Sommerhaus von Albert Einstein lockt mit einem besonderen Flair. In den Jahren 1929 - 1932 wohnte er vom Frühjahr bis zum späten Herbst hier mit seiner Familie und erholte sich beim Wandern und Segeln. Aber das ist noch lange nicht alles, was die Besucher von heute hier unternehmen können. Im Museum Heimathaus Caputh wird den Gästen gezeigt, wie die Menschen früher in dieser Region lebten und arbeiteten. Die Potsdamer Kulturlandschaft lädt zu Radtouren auf den vielen ausgebauten Radwegen rund um den Schwielowsee ein. Lernen Sie die schönsten Flecken, besten Ausblicke und lauschigsten Badestellen kennen. Von den Schiffsanlegestellen z. B. am Caputher Gemünde und am Schloss legen die Schiffe der „Weißen Flotte Potsdam“ zu Fahrten auf der Havel und dem Schwielowsee ab. Bei einem lauen Sommerwind können jedes Jahr sowohl in Schloss und Kirche, als auch im Garten des Einsteinhauses musikalische Veranstaltungen genossen werden. Noch etwas weiter südlich gelangt man zum idyllischen Malerdorf Ferch, das mit seinen reetgedeckten Fachwerkhäusern und der Fischerkirche aus dem 17. Jahrhundert lockt. Dort ließen sich vom 19. Jh. bis heute die Maler inspirieren. Der berühmteste Vertreter war Karl Hagemeister, der die „Havelländische Malerkolonie“ begründete. Heute sind die Bilder im Museum der Havelländische Malerkolonie zu sehen. Auf der anderen Seite des Gemündes liegt Geltow mit seinem Ortsteil Wildpark-West. Es grüßt die weithin sichtbare Backsteinkirche im neogotischen Stil. Dort in der Nähe lohnt ein Besuch des aktiven und traditionellen Handwebereimuseums mit über 300 Jahre alten Webstühlen. Die nach Fontane genannten „Brühlschen Terrassen“ (Baumgartenbrück)- malerisch am Schwielowsee gelegen - laden zum Verweilen ein. Im ehemaligen königlichen Jagdrevier Wildpark-West kann man heute Natur und Ruhe genießen.


Schwielowsee Tourismus e.V.